Das "kleinere Übel" auf der Heidebahn
Die Fahrgäste des Heidesprinters müssen ab sofort auf der Strecke Buchholz-Hannover umsteigen. Leise ist er und ausgestattet und mit modernster Technik – der “Erixx Heidesprinter”. Seit Anfang Dezember bedient das neue Bahnunternehmen die Strecken Uelzen-Bremen und Buchholz-Hannover. Auf letzter Strecke verlief der Start alles andere als glatt: Immer wieder kam es zu Verspätungen. Eine ungewöhnliche Lösung hat das Unternehmen nun ersonnen, damit immerhin nicht alle Fahrgäste zu spät ans Ziel kommen. Ab Soltau müssen seit Donnerstag jene, die weiter in Richtung Süden fahren wollen, zu den Stoßzeiten umsteigen. Durch die Teilung der Strecke soll verhindert werden, dass sich Verspätungen summieren.

Die Fahrgäste des Heidesprinters müssen ab sofort auf der Strecke Buchholz-Hannover umsteigen.
Pech für Fahrgäste aus Buchholz
Als “kleinstes Übel” bezeichnete eine Sprecherin des Unternehmens diese Lösung. Denn auf der Strecke gen Süden steigt zwar für Fahrgäste ab Soltau die Chance, pünktlich anzukommen, da sie auch losfahren, wenn der Zug aus Buchholz Verspätung hat. Dessen Passagiere aber, die bisher durchfahren konnten, müssen nun umsteigen. Und wenn sie verspätet in Soltau ankommen, ist der Anschlusszug weg.

VIDEO – S-Bahn lähmt den Heidesprinter
Derzeit kommt es vermehrt zu Verspätungen des neuen Heideprinters zwischen Buchholz und Hannover. Ein Grund: Schon bei geringen Verzögerungen blockiert die S-Bahn das Gleis.

VIDEO – Splittung der Strecke macht Sinn
Klaus Steinfatt vom Fahrgastbeirat im Landkreis Harburg zeigt sich zufrieden mit der Lösung des Verspätungsproblems bei der Heidebahn “Erixx”. Er sieht aber noch andere Knackpunkte.

VIDEO – Man muss Pünktlichkeit und Komfort abwägen
Jan-Hendrik Röhse, erster Stadtrat von Buchholz, ist nicht so glücklich mit der Lösung des Verspätungsproblems bei der Heidebahn. Er hofft, dass die Trennung der Strecke bald revidiert wird.
Umsteigregelung greift dreimal am Tag
Betroffen von der Kompromiss-Lösung sind in Richtung Süden die Züge ab Buchholz um 4.58 Uhr und um 6.04 Uhr. In Richtung Norden der Zug ab Bennemühlen ab 5.12 Uhr. Als “gute Lösung” bezeichnete Klaus Steinfatt vom Fahrgastbeirat im Kreis Harburg die neue Strategie. Immerhin diene sie dazu, so viele Fahrgäste wie möglich pünktlich ans Ziel zu bringen.
Bei der Premiere am Donnerstag kamen die Frühzüge pünktlich in Soltau an und fuhren dort auch pünktlich ab. Sie hätten auch rechtzeitig in Hannover ankommen können, wenn nicht ein umgestürzter Baum kurz hinter Soltau die Gleise blockiert hätte.
Quelle: NDR – Das Beste am Norden
Erstellt am: 07.01.2012 von dgoerke@heidekreuz.de
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