übernommene Pressemeldungen

Verwirrung um Planungen für Y-Trasse

Niedersachsen ist vom angeblichen Planungsstopp für die umstrittene Y-Trasse überrascht. “Wir gehen weiter davon aus, dass ab dem Jahr 2015 mit dem Ausbau der Bahnverbindung zwischen Bremen, Hamburg und Hannover begonnen wird”, sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums zu Radio Bremen. Die Bahn dagegen hatte mitgeteilt, dass die Planungen im Moment auf Eis liegen.

Niedersachsen beruft sich auf eine Vereinbarung zum Ausbau der Y-Trasse, die mit der Bahn abgeschlossen wurde. “Richtig ist zwar, dass man auch immer über mögliche Alternativen nachdenkt, wie zum Beispiel in den Ausbau bereits bestehender Bahnstrecken”, sagte die Sprecherin. Dass aber die Bahn die bisherigen Pläne zunächst nicht weiter verfolge, sei neu. Die Bremer Verkehrsbehörde wollte sich zum Thema nicht äußern.

Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte Montag gesagt, der Bund habe die Bahn aufgefordert, sich Alternativen zur Y-Trasse anzuschauen. Diese werden zurzeit geprüft und mit dem ursprünglichen Plan verglichen. Anfang 2013 soll dann entschieden werden. Es gehe jetzt um die beste und effizienteste Lösung, sagte Grube. Darüber solle dann öffentlich diskutiert werden.

Quelle: radiobremen

Die verwirrende Meldung:

Bahn untersucht Alternativen zur Y-Trasse

Das Bahnprojekt Y-Trasse wird vorerst nicht weitergeplant. Stattdessen werden laut Bahnchef Rüdiger Grube Alternativen für das umstrittene Projekt überprüft. Dies sei ein ganz normales Vorgehen, erklärte eine Sprecherin des niedersächsischen Verkehrsministeriums auf Anfrage des NDR. Das Land gehe davon aus, dass am Ende eine sehr gute Bewertung für die Y-Trasse stehen werde, sagte die Sprecherin weiter.

Grube hatte am Montagabend auf dem Neujahrsempfang der Stadt Walsrode die Wichtigkeit des Infrastruktur-Projekts hervorgehoben, gleichzeitig aber verkündet: “Die Y-Trasse, so wie sie ursprünglich einmal geplant worden ist, ist zunächst auf Eis gelegt.” Der Bund habe die Bahn aufgefordert, bis Anfang 2013 Vorschläge zum Ausbau des vorhandenen Schienennetzes in Norddeutschland zu entwickeln.

Das fordert auch der Verkehrsclub Deutschland (VCD). Schließlich könnte die Kapazität des bestehenden Streckennetzes durch gezielte Investitionen in Knotenpunkte und Brücken erhöht werden. Der niedersächsische Vorsitzende des Clubs, Michael Frömming, regte zudem an, die Strecken Rotenburg-Verden und Bremen-Uelzen zweigleisig auszubauen.

Grube geht nach eigenen Angaben davon aus, dass am Ende dieses Jahres alternative Ideen gefunden seien. Derzeit gehe es um die beste und effizienteste Lösung – darüber solle dann öffentlich diskutiert werden, so der Bahnchef. Und dafür wolle er persönlich wieder nach Walsrode kommen, spätestens in drei Monaten. Dann wolle er sich mit den Gegnern der Y-Trasse zu einem offenen Meinungsaustausch treffen. Einige von ihnen hatten sich am Montagabend vor der Stadthalle Walsrode positioniert und mit Transparenten gegen den Ausbau demonstriert. Die Gegner zweifeln sowohl an der Wirtschaftlichkeit sowie an der Finanzierbarkeit der Y-Trasse. Im Jahr 2003 hatte die Bahn die Kosten auf rund 1,6 Milliarden geschätzt. Neue Schätzungen liegen allerdings deutlich darüber.

Befürworter befürchten widerum, dass den Seehäfen in Hamburg und Bremen ohne die Y-Trasse ein Verkehrskollaps droht und Schiffe deswegen lieber ausländische Häfen ansteuern.

Quelle: NDR Das Beste am Norden

Erstellt am: 31.01.2012 von dgoerke@heidekreuz.de


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