Erixx-Krisengipfel: „Zeitpunkt x“ anvisiert
Die Schwächenanalyse zügig erstellen und abarbeiten / Vertrauen und Reisende zurückgewinnen

Zuverlässigkeit: Laut Erixx Geschäftsführung ist der neue “Heidesprinter” immer noch nicht “100 Prozent stabil” Das soll sich rasch ändern.
Die Beteiligten geben sich im Pressegespräch zuversichtlich: Beim Start der Nord-West-Bahn habe es die gleichen Probleme gegeben, wie jetzt beim Erixx, erinnert sich Hans-Joachim Menn, Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG). Ungefähr vier Monate habe es gedauert, bis alles gut lief, weiß sein Kollege. Wolfgang Birlin, Geschäftsführer der OHG, deren Tochter die Erixx Gesellschaft ist, verspricht, man arbeite mit Hochdruck daran, einen stabilen Fahrplan zu bekommen. Die Frage, wie viele Fahrgäste wegen ihrer Negativerfahrungen inzwischen doch oder wieder aufs Auto und ab Bennemühlen in die S-Bahn umgestiegen sind, kann Birlin nicht beantworten. Verständlicherweise hat man bei Erixx momentan anderes zu tun, als Fahrgäste zu zählen und Fahrgastzahlen zu vergleichen.


Und dazu die Pressemeldung von Erixx
(Pressemeldung übernommen von Erixx GmbH)
ERIXX GMBH, LNVG UND DB NETZ AG INFORMIERTEN DEN LANDRAT HEIDEKREIS ZU DEN URSACHEN DER VERSPÄTUNGEN VON Erixx UND DEREN BEHEBUNGEN
Auf Einladung von Landrat Manfred Ostermann fand am Donnerstag, 2. Februar 2012 eine Gesprächsrunde zum Thema der Startschwierigkeiten des neuen Schienenpersonennahverkehrs statt, die Erixx Anfang des Jahres stark einschränkten. erixx Geschäftsführer Wolfgang Birlin, Hans-Joachim Menn Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) sowie Leiter Vertrieb und Fahrplan der DB Netz AG Michael Körber informierten Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke, Kreistagsfraktionsvorsitzende, stellvertretende Landrätin, stellvertretenden Landrat und weitere Mitglieder des Landkreis Heidekreis über Ursachen, die zu Verspätungen führten sowie über deren Abhilfemaßnahmen.
Soltau/Fallingbostel, 3. Februar 2012 – Die gute Nachricht ist, dass Erixx mit dem Brechen von drei Zügen in Soltau seit dem 5. Januar 2012, den Fahrplan grundsätzlich pünktlich fahren könnte. Darüber hinaus wurden viele Maßnahmen gemeinsam mit den Partnern von DB Netz und DB Station und Service umgesetzt, die einen regulären Fahrbetrieb für den Heidesprinter ermöglichen.
Startprobleme und deren Abhilfemaßnahmen, aber auch die noch bestehenden Verspätungsursachen sowie der Informationsfluss an den Bahnhöfen auf dem Streckennetz des Heidekreuzes wurden eingehend beim Landkreis in Fallingbostel erläutert und diskutiert.
Wolfgang Birlin stellte klar, dass die erixx GmbH mit aller Kraft und Vehemenz daran arbeite einen stabilen Fahrplan zu fahren. Insbesondere müssen sich die Pendler in der Hauptverkehrszeit auf den erixx verlassen können. Mit den Partnern von DB Netz und DB Station und Service sei man gemeinsam auf einem sehr guten Weg diesen Punkt zu optimieren. Gerade die Hauptverkehrszeit sei besonders wichtig, denn sie sei es, an dem sich ein Zugunternehmen messen lassen muss, so Birlin.
Auch für den Geschäftsführer der LNVG ging es in Fallingbostel nicht um Schuldzuweisungen. Im Vordergrund stehe vielmehr, dass alle Beteiligten weiter unter Hochdruck an den notwendigen Verbesserungen arbeiten, damit sich die Betriebsqualität rasch und dauerhaft normalisiere. „Das sind wir den Fahrgästen im Heidekreuz schuldig“, betonte Menn und verwies darauf, dass erixx die
Ursachen für die noch bestehenden Schwachstellen untersuchen und diese so schnell wie möglich abstellen müsse.
Der ausschlaggebende Erfolg ist das Brechen der Züge in Soltau seit dem 5. Januar 2012. Um Verspätungen nicht weiter ins Netz zu tragen, wurde gemeinsam mit DB Netz diese Lösung zur Beseitigung der noch verbliebenen Verspätungen in den Hauptverkehrszeiten umgesetzt. Die Maßnahme wird bis auf unbestimmte Zeit fortgeführt.
Eine weitere Lösung war, Zeiteinsparungen in den Umlaufplanungen der Züge zu generieren. So wird bereits seit Ende Dezember mit 3-fach-Traktionen noch vor der Hauptverkehrszeit (HVZ) gefahren, Vorbereitungszeiten für die Fahrzeuge wurden verlängert, Rangierpläne optimiert und zusätzliches Personal bei Kupplungsarbeiten eingesetzt.
Ein Nadelöhr auf der eingleisigen Strecke bleibt nach wie vor der Bahnhof Bennemühlen auf der Nord-Süd Verbindung des Heidekreuzes, da ab dort der Streckenabschnitt nach Hannover gemeinsam mit der S-Bahn Hannover genutzt wird. Der Heidesprinter hat in Bennemühlen lediglich 4 Minuten Vorsprung, um vor der S-Bahn ins Schienennetz Richtung Hauptbahnhof zu fahren. Wird dieses Zeitfenster nicht genutzt, fährt der erixx bis Hannover der langsamer fahrenden S-Bahn
hinterher.
Es gäbe aber auch Zeitverluste und Ausfälle, auf die erixx auch zukünftig keinen Einfluss haben werde. Orkane, eingefrorene Signale, Unfälle im Streckennetz und ähnliche Vorkommnisse sind weiterhin unberechenbar, so Wolfgang Birlin. Landrat Manfred Ostermann hat den sehr offenen und konstruktiven Austausch begrüßt und festgestellt, dass seitens der erixx GmbH bereits erfolgreiche Maßnahmen umgesetzt wurden und sich vieles gebessert hat. Er geht davon aus,
dass die verbliebenen Probleme zeitnah ausgeräumt werden.
Michael Körber, Leiter Vertrieb und Fahrplan der DB Netz AG, Regionalbereich Nord ist sich sicher, dass verbliebene Baustellen aus dem Ausbau des Streckennetzes der Heidebahn bald der Vergangenheit angehören werden.
Erstellt am: 04.02.2012 von dgoerke@heidekreuz.de
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