IV. Vorschlag – Sanierungsarbeiten an der Strecke

Heidebahn (KBS 123) Strecke 1711, 1712

Elektrifizierung der Heidebahn (RB38)

Da der Knoten Soltau wegen des Ausbaus der Strecke Uelzen-Langwedel in Zukunft sowieso Elektrifiziert wird ist es für die Heidebahn sinnvoll hier in Zukunft keinen Wasserstoff Antrieb zu nutzen. Damit die Fahrzeuge im Bedarfsfall austauschbar bleiben, und auch der regionale Güterverkehr Umweltgerecht betrieben werden kann, ist der Elektrische Ausbau der Heidebahn wesentlich sinnvoller. Spurtstarke Elektrotriebwagen würden die Verspätungsanfälligkeit der Heidebahn vermindern und in einigen Abschnitten wäre auch problemlos eine höhere Geschwindigkeit möglich.

Trotz der umfangreichen Gleiserneuerungen im Zuge des Ausbaues der Heidebahn auf eine Streckengeschwindigkeit von 120 km/h gibt es immer noch Gleisabschnitte die saniert werden sollten.

Im Ausbauabschnitt 1 (Südabschnitt)

  • Walsrode:
    Die Bahnübergänge Bullerberg u. Hellteich mit RBÜT-Bahnübergangsanlagen ausstatten.
    Die mechanischen Stellwerke ersetzen und in das neue ESTW (bereits integriert sind Hodenhagen, Fallingbostel, Dorfmark) einbinden, somit wäre die Strecke beginnend von Hodenhagen bis Dorfmark komplett fernbedient.
  • Bissendorf:
    Dringender zweigleisiger Ausbau zwischen Bissendorf und Mellendorf!
    Damit bei Verspätungen aus beiden Richtungen sich der Fahrplan von S- u. Heidebahn schneller stabilisiert und sich das Problem nicht immer auf die Gegenrichtung überträgt und aufschaukelt. bzw. damit es überhaupt erst gar nicht zu Problemen mit Verspätungen auf der südlichen Heidebahn kommt.
    Normalerweise begegnen sich die Linien im zweigleisigen Bereich Langenhagen Mitte bis Bissendorf. Bei kleinsten Verzögerungen , die leider an der Tagesordnung sind, passt das aber nicht mehr und die Linienkreuzungen verschieben sich in den eingleisigen Bereich Bissendorf – Mellendorf was natürlich nicht funktioniert. Deshalb ist der zweigleisige Ausbau zwischen Bissendorf und Mellendorf (ca. 3400m) für eine dauerhafte Fahrplanstabilität unumgänglich.
  • Bennemühlen:
    Durch die geringe Durchfahrgeschwindigkeit (80km/h) muss die RB38 die Geschwindigkeit ab dem Einfahrsignal reduzieren, dadurch geht wertvolle Zeit verloren und das Überholen der S-Bahn für Züge aus dem Norden wird im Verspätungsfall unmöglich.
    Daher: Die Geschwindigkeit vom Durchfahrgleis, für die in Bennemühlen niemals haltende RB38, auf 120km/h erhöhen. (ggf. Spuranpassung).

Im Ausbauabschnitt 2 (Mittlerer Abschnitt)

  • Die langen langsamen Einfahrten der RB38 in Soltau beschleunigen.(Kurvenneigungen/Gleisüberhöhung und Verbauen anderer Weichenformen)

Im Ausbauabschnitt 3 (Nordabschnitt)

  • Suerhop bis Buchholz:
    Errichtung einer kreuzungsfreien Einfädelung in die Hauptstrecke Bremen-Hamburg in Buchholz durch eine Unterführung die auch die Gleise der Güterzugstrecke nach Maschen mit unterführt.
    Damit sollen insbesondere die Konflikte mit den Güterzügen aus der Welt geschafft werden und eine störungsfreie Durchbindung der Heidebahn bis nach HH-Harburg ermöglichen. Die Durchbindung nach Harburg ist von allen Gemeinden, Landkreisen und Fahrgästen die das betrifft dringlichst gewünscht und gefordert.
    Hierzu sollten auch EU Fördermittel beantragt werden!

Amerika-Linie (KBS 116), Strecke 1960

Eine Sanierung ist hier bei weitem nicht ausreichend. Daher fordern wir:

  • Ausbau der kompletten Amerika-Linie von Berlin über Uelzen nach Wilhelmshaven im Sinne der Salzwedeler Vereinbarung für Geschwindigkeiten von 160km/h, insbesondere zwischen Langwedel und Uelzen. Mit Lärmschutz in den Ortschaften.
  • Errichtung von Kreuzungsstellen und Verkleinerung der Blockabstände um eine höhere Taktdichte zu erreichen.
  • Mindestens ein Ausbau auf 120 km/h zwischen Langwedel und Soltau um einen attraktiven Nahverkehr für Pendler nach Bremen zu gewährleisten.
  • Errichtung eines neuen Haltepunktes im Bereich Kirchlinteln mit VBN Anschluss.
    (Dieser neue Haltepunkt ist beschlossen und soll zukünftig eingerichtet werden)
  • Auch im Heidekreuz machen Neuansiedelungen und Veränderungen es notwendig Haltepunkte anzupassen. Besonders in diesem Fall fordern wir die Errichtung eines neuen Haltepunktes am Designer Outlet Soltau (K10), für Harber/Wietzendorf und das große Soltauer Gewerbegebiet an der A7. Insbesondere für Berufspendler zum Gewerbegebiet, Kunden der Fachmarktzentren und der Einwohner in und um Harber. Besonders das Designer Outlet – mit tausenden Besuchern täglich – läge dann direkt am Haltepunkt.
  • Elektrifizierung der Strecke zwischen Langwedel und Uelzen zur vollen Nutzbarmachung für den Güter- und Personenfernverkehr. (Hier ist besonders der fehlende RE/IRE Berlin-Stendal-Salzwedel-Uelzen-Soltau-Achim-Bremen ein Thema)